Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Audio- und Videomaterial, erstellt mit Instrumenten mit MAXIMA
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Claus Riepe
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Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo zusammen!

hier ein neues Video von Anthony auf seiner Emporio, hier noch mit MAXIMA. Die Orgel wird in den nächsten Tagen auf AMADEUS umgerüstet. Weitere Videos werden folgen, wie er mir versprochen hat.

http://www.youtube.com/watch?v=-8zmLjZ060Q&feature=plcp

Gruß,
Claus
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von gdrexl »

Hallo zusammen,

sehe ich das richtig? Die einfachen Triller im "Flötenteil" (z.B. bei 0:28) erzeugt die Orgel von ganz von alleine? Hier wird nicht von Hand getrillert? :shock: :shock:

Viele Grüße
Gerhard

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Claus Riepe
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Den hat er in den Sound programmiert :-) mittels Rechteck Hüllkurve auf dem Vibrato LFO.

Gruß,
Claus
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von gdrexl »

ok. Ein tolles Stück. Geschrieben hat es Elmer Bernstein. Wer es arrangiert hat, weiß man nicht. Gespielt hat es die Orgel...
Hat dann der Kerl davor die gleiche Funktion wie die Hostessen bei der Automesse? :wink:

Gruß
Gerhard

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Claus Riepe
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo Gerhard!

Sorry, aber die Bemerkung kann ich nicht nachvollziehen. Der Titel ist absolut live gespielt (okay, vielleicht bis auf den Triller, mit dem er aber eigentlich nur zeigen wollte, wie man die Soundfunktionen nutzen kann). Ich kenne die Interpretation von ihm, habe das auch schon live gesehen. Da gibts keinerlei Playbacks, nur die Drums spielen mit. Allerdings gehört Anthony zu denen, die die Spiel- und Registrierfunktionen der Orgel wirklich bis ins Detail einsetzen.
Vielleicht täuscht der Synchronitätsversatz zwischen Ton und Bild etwas, der allerdings von YT herrührt.

Gruß,

Claus
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von gdrexl »

Sorry Claus,

für mich als Kirchenorganist ist damit die Grenze zum Fake schon überschritten. An einigen Punkten habe ich gesehen, dass das Gehörte absolut nicht dem Gespielten entspricht. Beim Rest weiß ich schlicht nicht, was live ist und was nicht. Ein gut gemachtes Voll-Playback würde für mich auch nicht anders aussehen. Wie soll ich da einen Virtuosen von einem Anfänger unterscheiden?

Bei einem anderen Youtube-Video sieht man einen preisgekrönten E-Organisten, der deutlich sichtbar mit seinen breiten Turnschuhen mehrere Pedaltasten zusammen trifft. Die Elektronik zieht das soweit gerade, dass nur der richtige Ton erklingt. Das geht in meinen Augen auch nicht...

Wo ist die Leistung des Interpreten, wenn die Elektronik falsche Töne eliminiert oder fehlende Verzierungen ergänzt und somit massiv ins Spiel eingreift?

Bei der Fußball EM gab es einen Aufruhr, weil die UEFA mehrmals in den Live-Stream ältere, aufgezeichnete Szenen eingefügt hat. Man sprach offen von Zensur und Fälschung. Auch da war der größte Teil wirklich Live. Trotzdem sahen einige die Glaubwürdigkeit der ganzen Übertragung gefährdet, für andere war das ganz normal

Und schon schon sind wir wieder mitten in der Image-Diskussion... :wink:

Viele Grüße
Gerhard

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Claus Riepe
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo Gerhard!

sorry, aber es hier definitiv kein Playack! Ich habe die Daten von Anthony selbst auf der Orgel und kenne sie, da er z.B diesen Titel auch bereits im Konzert in Herdecke gespielt hat. Da gibt es nur Presets und keinerlei Sequenz oder Stylespuren, die über das reine Schalgzeug hinausgehen. Vielleicht ist es in der Tat schon bezeichnend, dass selbst solchen Spielern,die wirklich live spielen, das nicht mehr geglaubt wird. :)

Gruß,
Claus
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von gdrexl »

Hallo Claus,

Genau das ist das Problem: Man braucht offensichtlich fundiertes Insiderwissen um beurteilen zu können, was live ist und was nicht. Als Zuschauer hat man nahezu keine Chance das zu beurteilen. Bei akkustischen Instrumenten ist es wesentlich einfacher die Leistung des Interpreten einzuschätzen.

Welcher Organist welche Spielhilfen benutzt... Die Diskussion erinnert mich irgendwie an die Schönheitsoperationen oder guten Gene von irgendwelchen Schauspielerinnen. Oder an die Frage, welcher Action-Star seine Stunts selber macht oder auch nicht :wink:

Viele Grüße
Gerhard

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Claus Riepe
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Hi!

das mag sicher so sein. Aber dass es dieses Misstrauen gibt, liegt sicher nicht an Interpreten wie Anthony, der sein Fach wirklich beherrscht, sondern an denen, die so offensichtlich mit "doppeltem Boden" agieren, dass es selbst der Normalzuhörer sofort merkt.
Aber gut, die Diskussion führen wir ja schon an anderer Stelle :)

Gruß,

Claus
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rhamac
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von rhamac »

Hallo zusammen,

Einen Klang zu programmieren, der trillert, ist in meinen Augen kein Fake, sondern das ist genau das, was den eOrganisten vom Kirchenorganisten unterscheidet, nämlich, dass er am Klang nahezu stufenlos rumschrauben kann. Repetierende Töne, um einen Mandolineneffekt zu erzeugen, sind ja auch kein Fake, sondern schon seit jeher integraler Bestandteil der elektronischen Orgeln. Ich freue mich jedenfalls, wenn mich solche Toporganisten wie Anthony Lomas auf neue und interessante Möglichkeiten aufmerksam machen, wie man Sounds und Presets programmieren kann.

Ich fände es positiv, wenn alle, die sowas können, mehr von diesen Beispielen veröffentlichen.

Weiterhin kann man an diesem Beispiel sehr gut sehen, dass Maxima sich auch in Zeiten von Amadeus (das fraglos noch besser und bedienfreundlicher ist) nicht verstecken muss und noch tolle Ressourcen hat, die man entdecken kann.

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von flordieter »

Hallo Ralf,

da darf ich Dir voll und ganz zustimmen. Ich spiele ganz bewusst eine E-Orgel und keine Kirchenorgel. Und ich möchte sie ausreizen mit allen Möglichkeiten, die sie hat. Genau das ist ja das Tolle. Leider kann meine Orgel viel mehr als ich je in Erfahrung bringen werde.

Gruß Rolf
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Claus Riepe
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo Rolf!

tröste dich, die Erfahrung mache selbst ich immer noch oft genug :)

Gruß,
Claus
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rhamac
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von rhamac »

Hallo Rolf, Hallo Claus,

das ist genau der Grund, warum für mich als Hauptinstrument eben nur die eOrgel in Frage kam und weiterhin kommt.
Damals der erste Selbstbau (eine CnT/L) war schon zu Bauzeiten ein "Umbau". Einfaches Beispiel: Den 16 Fuß im Untermanual habe ich weggelassen und dafür einen 2 2/3 Fuß eingebaut, weil ich den klanglich besser einsetzen konnte.
Das war damals eine Möglichkeit dieses Instrument zu individualisieren.
Heute ist das "hardwaremäßig" nicht mehr so einfach, dafür hat man aber in der Software nahezu unendlich viele Möglichkeiten des "Tunings".

Das genau macht die eOrgel und speziell die von Böhm/Keyswerk für mich zu einem so einzigartigen Instrument.

Nochmal meine Bitte an alle: Wäre es möglich, dass hier im Forum die Leute, die gute Ideen haben, wie man Klänge und Styles verbessern oder sogar neukreieren kann, dieses kundtun? Ich hatte dazu ja schonmal einen eigenen Thread gemacht. Den könnte man dazu nutzen:
viewtopic.php?f=12&t=1234&start=15#p11400

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von Baron »

Hallo zusammen,

also ich kann die Aufregung um dieses Video von Anthony überhaupt nich nachvollziehen. Ich habe eine DNT zu Hause, spiele sowohl U-Musik als auch sakral. Aber bei dem Video sieht man, wie ich es übrigens noch nie so deutlich auf einem Video gesehen habe, wie die "Töne durch Betätigen der jeweiligen Taste, auch ein dementsprechender Ton rauskommt". Und dass man da ein tolles Orchester, einen tolllen Violinisten, oder Drummer in seiner Orgel hat, macht mich immer wieder staundend und fast schon neidisch. Mit meiner analogen "Dampfmaschine" hab ich da keine Chance.

LG aus Augsburg

Roman

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rhamac
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Re: Anthony Lomas auf seiner Emporio 600

Beitrag von rhamac »

Hallo Roman,

da sind wir einer Meinung. Es ist wunderbar, was man mit den neuen Instrumenten machen kann.

Ein kleiner Tip, wenn Du Dich auf Dauer nicht von Deiner DnT trennen willst:
Rüste Sie einfach mit einer MIDI - Schnittstelle nach und schliesse einen oder mehrere Expander an, dann kannst Du neben Deinen Klangfarben aus der Orgel auch die neueren Klänge nutzen. Brauchst dann nicht mehr so neidisch zu sein :wink:

Musikalische Grüße

Ralf
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