Mark Whale an der Sinfonia

Audio- und Videomaterial, erstellt mit Instrumenten mit Amadeus Tonerzeugung
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Vodjara
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Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Vodjara »

Ein neues Video von MW an der Sinfonia 500.
Spieltechnisch wie gewohnt auf hohem Niveau Titelauswahl gefällt mir (als bekennder 80er-Fan) auch gut. Soundtechnisch geht BÖHM in die richtige Richtung. Am "Mixdown" gibt es aber noch Potenzial nach oben. Dem Fußbass fehlt ein wenig "Druck" und geht deshalb etwas unter. Einen ticken mehr Durchsetzungskraft wünsche ich mir auch bei den Drums... :wink:

https://www.youtube.com/?gl=DE&hl=de
BÖHM 350 CT V6+
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Horst
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Horst »

Der Link passt aber nicht

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Claus Riepe
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Claus Riepe »

Hier gehts direkt zum Video:

https://www.youtube.com/watch?v=Rmm_8JY9Fq8

@ Heinz: Der Sound wurde vom Mixer abgenommen. Dieser war allerdings ziemlich "quer" eingestellt, um den Sound halbwegs in die besch...eidene Saalanlage und Akustik anzupassen, wo die Bässe am schwimmen waren usw. Mark war dort alles andere als glücklich, aber er hat das Beste draus gemacht und mal wieder eine tolle Leistung hingelegt.

Gruß,
Claus
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Vodjara
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Vodjara »

Claus Riepe hat geschrieben: [....., aber er hat das Beste draus gemacht und mal wieder eine tolle Leistung hingelegt. ]

Gruß,
Claus
Das steht außer Frage.
Aber dennoch muss ich sagen -und das ist meine persönliche Meinung- ist Mark Whale nicht der, den ich in den 90 Jahren an der Spectra erlebt hatte. Für mich waren seine Arrangements in den 90ern an der Spectra nahezu perfekt arrangiert und auch gespielt ! Ich vermisse irgendwie seine Spielfreude und die Motivation an der Orgel. Die Sounds (besser gesagt der Gesamtsound) der Spectra ist mit über 30 Jahren ja alles andere als zeitgemäß, klingen aber irgendwie doch druckvoller, "runder" und vor allem "Durchsetzungsfähiger".

Wer mal selber vergleichen möchte:
https://www.youtube.com/watch?v=FzkztyB9B1s
https://www.youtube.com/watch?v=m7FZ0I3CVrY
https://www.youtube.com/watch?v=bCgUnix8eno

Was den Videoschnit angeht, hat sich der M. Leicher wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert :mrgreen:
Aber ich denke man kann sehr gut erkennen, wie ausarrangiert MW´s Darbietungen waren.

Ich finde es ein wenig schade...gerade weil eine aktuelle BÖHM noch mehr Möglichkeiten bietet. Ich würde mir wünschen, dass MW die BÖHM´s genauso "ausquetscht" wie zur damaligen Zeit die CD-Orgeln :)
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Claus Riepe
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Claus Riepe »

Ach Heinz!

vielleicht empfindest du es so, aber ich habe bisher noch keinen gesehen, der von Marks Arrangements auf der Sinfonia nicht restlos beeindruckt war, inkl. ihm selbst, der immer wieder betont, wie ge.... er die Orgel und ihren Sound findet.

Die Böhm hat sicher einen anderen Charakter. Und Mark spielt heute auch sicher anders. Es liegen ja nunmal 20 Jahre dazwischen, auch für ihn. Außerdem spielt er bei Böhm nur mit Werksdaten wie Styles usw. Vorarrangierte Sequencen wie auch früher auf der Spectra kommen nicht zum Einsatz.

Bei diesem Auftritt hier hat er sich auch in der Tat alles andere als wohl gefühlt, weil der Sound im Saal einfach eine einzige Katastrophe war. Das hatten wir aber nicht in der Hand.

Hör es dir mal live an bei Gelegenheit, dann kommt es eh noch ganz anders rüber. Und dann sprechen wir uns nochmal ;)

Gruß,
Claus
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Vodjara
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Vodjara »

Claus Riepe hat geschrieben:Ach Heinz!
Hör es dir mal live an bei Gelegenheit, dann kommt es eh noch ganz anders rüber. Und dann sprechen wir uns nochmal ;)

Gruß,
Claus
Gerne...vielleicht ergibt sich dann auch mal die Gelegenheit mit ihm selbst ein paar Sätze zu wechseln :)
Die Akustik im Saal hast du ja schon bereits erklärt.

Warum siehst du meine subjektive Kritik gleich immer so negativ....? :wink:
Ich erwähnte ja bereits..ich finde es einfach schade, dass MW bei seinem aktuellen Instrument nicht alle "Register zieht".
Mir ist beispielsweise schon mehrmals aufgefallen, dass er einen "Fill-In" im Rhythmus zu spät schaltet. Ich kann das übrigens sehr gut nachvollziehen, weil auch ich sehr lange gebraucht habe mich daran zu gewöhnen, dass der gedrückte "Fill-In" erst im darauf folgenden Takt ausgelöst wird. (Was man ja im Menü einstellen kann).

Aber wie gesagt, vielleicht mag es auch daran liegen, dass BÖHM vom Grundsound her grundsätzlich eine andere Zielgruppe ansprechen möchte und deshalb soundtechnisch der Konkurenz ein wenig hinterher hinkt (mein persönliches Empfinden !)
Ich finde es einfach Schade...das Potential ist definitiv da... und die technischen Möglichkeiten sowieso. Meine große Hoffnung setze ich ja auf Cloud..... da geht es soundtechnisch richtig vorwärts ! Aber auch da wird es eine Herausforderung werden, das Instrument insgesamt so abzustimmen, dass es zeitgemäß klingt und sich auch gegen die Konkurenz durchsetzt :wink:
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Claus Riepe
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo Heinz!

ich sehe das nicht negativ. Ich wehre mich nur, wenn Aussagen wie "hinterherhinken" usw. getätigt werden, weil das einfach nicht stimmt! Und mit dieser Einschätzung bin ich auch nicht allein.
Es hat gerade neulich wieder jemand eine Overture gekauft, nachdem er in Herdecke alles verglichen hatte. Kommentar "Wenn man alles gehört hat, kommt man eben zu Böhm,weil es da am besten klingt..."
Und wenn jemand wie ein Kurt Ader jedes mal neben Mark an der Orgel steht und die außerordentliche Qualität dieser Sounds lobt, dann kann es ja nicht so ganz schlecht sein.

Es gibt sicher unterschiedliche Charaktere von Sound, und da mag sich der eine da und der andere dort wohler fühlen, das ist auch alles in Ordnung. Aber "hinterherhinken" tut Böhm da sicher nicht, denn die Qualität der Sounds ist auf der Höhe der Zeit und die Hardware dahinter ist z.B. aktueller, als die Software, die in manch anderem Produkt ihren Tonerzeugungsdienst vollbringt. :)

Gruß,
Claus
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Vodjara
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Vodjara »

Gut, musikalisches Empfinden ist nun mal subjektiv und ich sehe auch keinen zwingenden Grund, immer einer Meinung zu sein :wink:
Wegen mir können wir es auch so stehen lassen.

Aber nimm dir doch einfach mal die Zeit und schau (oder hör)dir aktuelle eOrgel Darbietungen einer StageA an.... von mir aus auch von Cerbella und Vergleich mal die Aktualität des Gesamtsounds. Das Soundsystem einer Stagea ist meines Wissens inzwischen auch schon min. 10 Jahre "alt". Frag dann aber bitte Musikexperten die professionell täglich mit Musikproduktion zu tun haben und nicht jemanden der seit Jahren nur auf BÖHM Instrumenten aktiv ist :wink:
Ich wünsche mir einfach, dass MW mit seiner jahrelangen Erfahrung sowohl als eOrganist als auch als Studiomusiker sich den Grenzen der Möglichkeiten einer BÖHM nähert. Die Technik ist ja vorhanden sicher auch das Wissen. Meiner Meinung nach fehlt einfach noch ein Quäntchen Wille dazu.......
Auch hoffe ich, dass MW in Zukunft mal wieder eine CD auf einem BÖHM Instrument produziert. Da hat sich in letzter Zeit ja auch nicht sooo viel getan...oder ? :wink:
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Claus Riepe »

Hallo Heinz

Dazu kann ich dir nur ein Erlebnis berichten: Wir hatten ja nun "gerade" StageA und Mark vorletztes Jahr zusammen im Konzert in Bad Aibling. Da war ein Max Takano, über dessen Qualitäten wir sicher nicht diskutieren müssen, und da war eben Mark.
Das Konzert von Max war toll, aber was mir im Sound wirklich fehlte, war Seele. Das war perfekte Virtuosität (wobei längst nicht alles live war), die aber auch maschinell wirkte.
Bei Mark gibt es Momente, bei denen sich mit die Haare aufstellen und sogar mal die Tränen in die Augen schossen, wenn er z.B. sein unnachahmliches Now We Are Free Arrangement aus dem Gladiator spielte. Das habe ich bei der StageA nicht einmal gehabt. Und nebenbei: Bei Mark gibt es keine Sequenzen, nicht mal zum Registrierungswechsel. Das macht er alles selbst und in Echtzeit...
Ich denke auch, dass Mark die Orgel absolut passend rüberbringt. Er zeigt, dass er - und die Orgel - es einfach können, andererseits vermittelt er aber auch, dass ein solches Instrument auch für einen "normalsterblichen" Spieler beherrschbar ist und einem solchen damit Spielfreude vermitteln kann. Und sorry, aber das ist dem Hersteller dahinter natürlich auch wichtig. Denn die meisten der potenziellen Interessenten für ein solches Instrument sind nunmal spielerisch eher da, wo wir beiden wohl auch sind...und bei Weitem nicht da, wo ein Mark Whale ist ;)

Was CDs angeht: wir haben das lange diskutiert. Leider ist das mit den CDs heute nicht mehr so einfach, denn die CD Verkäufe sind einfach nicht mehr auf einem Niveau, dass der Aufwand immer lohnenswert erscheint. Das muss jeder Künstler für sich entscheiden und das muss man dann auch akzeptieren.

Viele Grüße, Claus
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Vodjara »

Claus, mit diesem "Statement" kann ich bestens leben :)
*Dirdiehandreich*

Ich gebe für mich die Hoffnung aber noch nicht auf, irgendwann mal auch modernere Arrangements auf einer Böhm zu hören ...... egal von wem.... und lass wegen mir auch hier und da eine Sequenzerspur mitlaufen :wink:

So in etwa stelle ich mir das vor :
https://www.youtube.com/watch?v=foisIjn ... BzBaTNn4AN
https://www.youtube.com/watch?v=0XqBE0p ... BzBaTNn4AN
https://www.youtube.com/watch?v=Yp5HpjhKHKs&t=78s
https://www.youtube.com/watch?v=ovZ68CXdlnI

usw.... :)
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von Claus Riepe »

Na, dann sind wir uns ja einig :)

Ich finde das ja auch toll, was die da in Japan machen, aber das ist auch eine andere Kultur. Klanglich bin ich dann aber doch mehr hier zuhause, mir würden da allein schon die Zugriegel fehlen, die spielt dort kein Mensch.
Für uns ist das immer noch die Basis allen Orgelsounds. Man darf auch nicht vergessen, dass viele dieser jungen Talente dort zB. selbst nicht registrieren können, sondern alle mit den gleichen gekauften Registrierungssequenzen arbeiten, die natürlich sehr professionell ausgearbeitet sind. Aber eigene Note bleibt da dann wieder auf der Strecke. Ich habe das selbst bei einem Wettbewerb in China auch schon mitbekommen. Da spielten über 100 Leute, aber man hörte immer nur die gleichen Stücke, perfekt gespielt, wie kleine Maschinen. Aber null Emotion oder gar eigene Note. Alle klangen so identisch, dass ich ehrlich gesagt nicht weiß, nach welchen Kriterien die Jury letztlich entschieden hat...

Du kannst auf der Böhm natürlich auch moderne Arrangements spielen, also ran an den Speck! Spätestens seit dem Cloud Studio kannst du sowieso alles drauf machen, auch Club Sound, ChillOut oder sonstwas...

Aber immerhin ist ja eines der meistgeklickten und meistgelikten Orgelvideos auf YT auf einer Böhm gespielt, da trällert einer auf einer roten Emporio so ne Vangelis Nummer.. ;) Immerhin schon fast 2.5 Millionen Views, ist ja auch nicht ganz schlecht... :)

Gruß,
Claus
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wissingc
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Re: Mark Whale an der Sinfonia

Beitrag von wissingc »

Hallo ihr beiden,

ich glaube, ihr sprecht aneinander vorbei und ich bin mir sicher, das Heinz die Sache konstruktiv sieht. Ähnlich wie ich auch, auch wenn es eben nicht uneigennützig ist. Mit konstruktiver Kritik versucht man ja jemanden zu bewegen das zu tun, was man gerne möchte. Ich bin gleicher Meinung wie Heinz. Mir fehlt der Druck in Bässen und die Attraktivität bei den Styles. Alles was jenseits von Schlager läuft, ist nur "Standard" bzw. allgemeingültig/umsetzbar. Es fehlt das frische ansprechende. Ich versuche es mal auf eine andere Art in dem ich zweimal Böhm vergleiche. Ich höre immer wieder gerne Claus Stücke an wie Conquest, Scarborough fair und If you could... Nicht nur dass sie wirklich gut gespielt sind, sie sind auch komplett unterschiedlich/anders und spiegeln die Vielfalt der Böhm wieder. Mark Whale ist sicherlich ein absolut genialer Spieler. Was ich vermisse ist der druckvolle Sound wie Heinz schon gesagt hat. Ich habe mit Freude die Version von Mr. Mister gehört. Die folgenden Stücke kamen mir klanglich und vom Spielwitz ähnlich rüber. In einem Konzert sicherlich schwierig anders zu lösen, aber ich erhoffe mir dann einfach ein anderes Stück als Kontrast zum vorherigen. Kontrast hieße für mich einmal die Moviesounds, die ich absolut Klasse finde, dann Kyrie, gerne was klassisches, anschließend was aus den 80ern und dazu gehören Synthies, Flügel, Streicher, Bläser zu verschiedensten frischen Drumsounds. Jeweils anders arrangiert mit anderen Sounds und eine andere Spielweise. Das ist jetzt nicht einmal konstruktive Kritik, denn es ist Geschmackssache und über Geschmack sollte man nicht streiten.
Wie bereits an anderer Stelle schon erwähnt, würde ich mich über mehr, andere und neuere Stücke freuen, die auf YT zu sehen und zu hören sind. Den Beweis, das es was bringt, hast Du (Claus) ja schon selbst gebracht, das von dir gespielte Stück Conquest wird gern gesehen und gehört und man wünscht sich davon viel viel mehr; auch weil es was neueres ist!
Liebe Grüße

Christoph

Diamant 450 mit 1 Amadeus

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