rechtliche Frage

Alles, was eigentlich garnichts mit Böhm-Orgeln zu tun hat
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Kleinferdinand
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rechtliche Frage

Beitrag von Kleinferdinand » 15.04.2012, 15:05

Hallo zusammen,

in letzter Zeit hört man aus der neuen medialen Welt viele Dinge über Abmahnungen aufgrund von
Markenrechten und Urheberrechtsverletzungen, unrechtmäßige Verwendung von Produktnamen und Patentmissbrauch.

Wie ist eigentlich die Gesetzeslage beim Veröffentlichen von selbstgespielten Orgelaufnahmen,
sei es als Video in Youtube, oder als Audiofile in unserer neuen Rubrik?

Was ist dabei zu beachten?

Schließlich soll unser Hobby Freude bereiten und nicht zu rechtlichen Konsequenzen führen,
dass wir am Ende noch in der Gefängnisband mitspielen dürfen…

Grüße

Bernd

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Claus Riepe
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von Claus Riepe » 15.04.2012, 15:08

Hallo Bernd!

streng genommen darf man das nicht, ohne die Rechte vorher einzuholen, aber ganz ehrlich: dann könnte man das YouTube wohl dicht machen :) Die GEMA und YouTube liegen da ja eh im ewigen Clinch. Bei vielen offiziellen VIdeos findest du ja inzwischen auch den Hinweis "Sorry, ist für dein Land nicht zugelassen", wenn du versuchst es zu öffnen. In anderen Ländern laufen sie dann aber tadellos :)

Gruß,
Claus
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von Keyboardorgler » 16.04.2012, 05:49

Bei Instrumentalversionen von Gesangstiteln musst Du auch bei einer Demo CD die Verlage um Erlaubnis fragen, einfache GEMA Meldung und Bezahlung der GEMA-Rechnung reicht nicht.
Irgendwie kann ich nicht verstehen, was da im Namen der Urheber so passiert. Ist ungefähr so logisch, wie "Schutz vor Diebstahl ist so wichtig, da muss man es in Kauf nehmen, dass der Postbote auch mal vom Wachhund gebissen wird".
Mit freundlichen Grüßen
Ronny
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von rhamac » 16.04.2012, 19:51

Hallo zusammen,

ich hätte zu dem Themenkreis auch noch eine Frage:

was ist mit Styles? Ich meine nicht das kopieren der Styles von einem Instrument zum anderen, sondern das Aufnehmen und Veröffentlichen einer Eigenkomposition unter Verwendung eines (Werks-) Styles. Ist das erlaubt?

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von Keyboardorgler » 17.04.2012, 18:16

Soweit ich weiß bei Yamaha ja, bei Roland nein. Gibt keine einheitliche Linie bei den Herstellern.
Mit freundlichen Grüßen
Ronny
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von rhamac » 17.04.2012, 21:19

Hallo Ronny,

danke.

Weiss noch jemand etwas mehr dazu? Wie ist es z.B. mit Böhm Styles?

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von Claus Riepe » 17.04.2012, 23:43

Die kannst du gern verwenden!

Gruß,
Claus
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von rhamac » 18.04.2012, 08:32

Hallo Claus,

und was ist mit VSP und SD - Styles?

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von Claus Riepe » 18.04.2012, 09:33

Kein Problem! :)

Gruß,
Claus
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von rhamac » 18.04.2012, 09:43

Hallo Claus,

danke für die schnellen Antworten.

was mich in diesem Themenkreis weiterhin interessiert, ist , wie man solche Styles kenntlich machen will, damit sie als von einem bestimmten Hersteller stammend erkannt werden. Wie gesagt, nicht bei Kopien, da ist es ja schon möglich, denen eine digitale Signatur zu verpassen. Aber als Audio können die doch von jedem stammen. Weiterhin: Wenn es prinzipiell möglich ist, Styles zu "patentieren", dann könnte man in Erweiterung dieser Regel auch Klänge patentieren (damit meine ich wiederum nicht die Programmierung im Instrument, sondern das Ergebnis am Audio Ausgang). Leider geht der Schutzwahn ja mittlerweile ins unendliche. Ich bin nicht der Meinung, dass man grundsätzlich alles künstlerische Schaffen freigeben und gar keine Copyrights mehr haben sollte. Aber die Grenzen sollten prinzipiell viel weiter gefasst werden. Es sollte gelten, dass alles, was einmal gedacht ist, ab dem Moment im Prinzip Allgemeingut ist, und dann sollten bestimmte Ausnahmen von dieser Regel definiert werden. Dadurch würde die Kreativität stark erhöht.

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von flordieter » 18.04.2012, 10:38

Hallo Ralf,

ich denke prinzipiell hast Du recht, aber wer mit seinem "Gedachten" Geld für seinen Unterhalt verdienen muss der ist auf einen rechtlichen Schutz angewiesen.

Gruß Rolf
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rhamac
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von rhamac » 18.04.2012, 11:35

Hallo Rolf,

dafür ja dann auch die Ausnahmen, die genau definiert werden müssten.
Meine Meinung nach ist ja nicht das prinzipielle Abschaffen des Copyrights die Lösung, sondern das grundsätzlich andere Herangehen.
Das funktioniert ja auch bei Open Source Software.
In der Musik ist es doch meist so:
Die Komponisten, Produzenten und die Verlage verdienen, während der vortragende Künstler oft vom Applaus leben soll.
Und dann muss der Künstler auch noch bei den genannten betteln, damit er ein Stück überhaupt spielen darf. Dass er dafür zahlt, reicht ja noch nicht mal.
Der Witz bei der ganzen Sache ist: Jemand der nur Platten auflegt, der darf das, wenn er die entsprechenden Gebühren zahlt. Aber um selber kreativ tätig zu werden, muss man auch noch um Erlaubnis fragen. Da stimmt in meinen Augen was nicht.

Musikalische Grüße

Ralf
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Re: rechtliche Frage

Beitrag von flordieter » 18.04.2012, 13:32

Hallo Ralf,

da gebe ich Dir recht. Die Knebelung der Künstler durch die Produzenten etc. ist eine Frechheit. Aber das war wohl schon immer so. Ich entsinne mich, dass vor langer Zeit die Sängerin Alexandra "moderne" Lieder singen wollte, sie aber nur melancholische russisch angehauchte Lieder singen durfte. Eigentlich ein starkes Stück!
Aber Du hast ja vom "grundsätzlich künstlerischen Schaffen" gesprochen, und das ist eben ein sehr weites Feld und bräuchte sehr viele Ausnahmen.

Gruß Rolf
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