Expanderintegrierung in Diamant 450 CT

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vesuvio
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Beitrag von vesuvio » 16.07.2009, 21:20

dann werd ich mir die Gitarren mal bewußt zu Gemüte führen
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carsten
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Beitrag von carsten » 17.07.2009, 22:06

Hallo zusammen!

Dank eurer vielen Tipps ist es mir heute gelungen die Sondpresets zu erstellen. Ich habe erst einmal den beschriebenen Weg von Claus eingeschlagen. Finde es aber etwas schade, dass man nicht so einfach zwischen Patsch und Perfomance Modus schalten kann.
Genau da lag auch lange Zeit mein Verständnisproblem. Ich hatte vemutet, dass durch die unterschiedlichen LSB und MSB Werte auch zwischen Patsch und Perfomance gewechselt wird. Da hat mir Achims Erklärung sehr gut weiter geholfen. Jetzt erfreue ich mich auf jeden erst mal der Roland Sounds.

Eine Frage brennt mir aber noch auf der Seele. An der Midi 1 Schnittstelle betreibe ich normalerweise den Ketron SD2. Den Roland möchte ich an der Midi 2 Schnittstelle betreiben, was kein Problem sein sollte. Leider hat die Orgel aber nur einen Line In Eingang beim Multimix Modul. Dieser wird vom Ketron belegt.
Hat jemand eine Idee wie man den Sound des Rolands in die Orgel schleifen kann?

Grüße Carsten

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Claus Riepe
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Beitrag von Claus Riepe » 18.07.2009, 09:58

Hi!

Am optimalsten über eine MIDI-Karte, die man ja optional für die Diamant erstehen kann. Diese bieten jeweils zwei zusätzliche MIDI-Outs und auch jeweils zwei zusätzliche Stereo-Ins. Damit kannst Du den SD auch direkt in die Orgel verbauen und dort anklemmen, Netz lässt sich mit an den Orgelnetzverteiler anklemmen. Dann ist der Expander wirklich voll integriert. Beim Roland könnte das aufgrund der Gehäusemaße etwas schwierig werden. Meinen Sonic Cell und den SD4 habe ich auf diese Weise in die Orgel integriert, die brauchen also nicht mehr daneben zu stehen.
Die MIDi-Karte wird auf einen freien Soundgruppen-Steckplatz gesteckt. Mit dabei ist ein zusatzliches Anschlussfeld, dass man entweder direkt in der Orgel anbringen oder auch in den Gehäuseboden einarbeiten kann, wenn die Expander von außen angeschlossen werden sollen.
DIe Audiosignale der beiden Eingänge können bei vorh. DVV alternativ auf den Sinus/HDS- oder den OPERA Bus geschleift werden, beim CM alternativ auf SInus/HDS oder AUX in. Dies wird per Jumper auf der Karte festgelegt.

Ansonsten würde ich Dir empfehlen, einen kleinen Mischer vorzuschalten, der die Signale der beiden Expander summiert und dann der Orgel zuführt. Die gibts ja schon für sehr kleines Geld.

Gruß,

Claus
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Thomas
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Beitrag von Thomas » 18.07.2009, 11:20

Hallo Claus,
sicherlich lässt sich alles mit Zusätzen realisieren. Aber warum gibt es eine 2.Midi-Schnittstelle auf der CPU, aber keinen weiteren Line-Eingang? Oder ist der irgendwo versteckt?
Und ein kleiner Mischer bringt ja nichts, wenn man die interne MIDI2-Schnittstelle nuten möchte. Oder soll der kleine Mischer dann auch in der Orgel verschwinden?

Gruß
Thomas
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Thomas
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Beitrag von Thomas » 30.10.2009, 12:22

Hallo,
ich habe mir mal die Bedienungsanleitung vom SonicCell angesehen.
Auf den Seiten 231 und 232 finde ich die PatchList "GM (GM2 Group)". Es sind 256 Sounds. Ich dachte, eine GM-Bank besteht immer aus 128 Sounds. :?:
In der MIDI-Implementation kann ich folgendes finden - die letzte Spalte bezieht sich auf die Seiten im Handbuch, auf denen man die Soundlisten findet:

MSB---LSB---Programm-Nr. -----Group------------Nummer--------Seite
000------------001-128---------------GM-Patch----------001-256-------- :?:
085----000----001-064---------------User Perform.-----001-064------222
085----064----001-064---------------Preset Perform.---001-064------222
087----000----001-128---------------User Patch---------001-128------223
087----001----001-128---------------User Patch---------129-256-------
087----064----001-128---------------User Patch A-------001-128------224
087----065----001-128---------------User Patch B-------001-128------225
121----000----001-128---------------GM-Patch-----------001-0256---- :?:

Auf welchen Seiten finde ich denn die GM-Bänke für die MSB 000 und 121?

Gruß
Thomas
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Vodjara
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Beitrag von Vodjara » 03.11.2009, 22:06

Guten Tag zusammen !

Ein spannendes Thema finde ich ! Hatte ich doch vor einiger Zeit auch vor, ein R0LAND XV 2020 in meine 350er zu integrieren.

Wollte mal eine zusätzliche Frage dazwischen schieben:
Wie sieht das eigentlich mit der sog. Part-Verteilung bei Fremdexpandern aus.....? Wenn ich mich richtig erinnere, können pro OPERA-Soundgruppe bis zu drei Parts registriert werden. Gilt das auch für einen Fremdexpander....? Folglich stellt sich mir auch die Frage, ob man die OPERA´s komplett durch 2-3 XV 2020er ersetzen könnte. (Eine Opera evtl. noch als 4 Soundgruppe etc.)

P.S. Warum ist dieses Thema eigentlich nicht in der Ruibrik ganz unten -> "Diamant200ct -450CT".....?

Gruß
Heinz
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Claus Riepe
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Beitrag von Claus Riepe » 03.11.2009, 23:15

Hallo Heinz!

Diese MIDI-Geschichten gelten ja grundsätzlich für alle Orgeln, wenn es auch bei den größeren ein paar Besonderheiten gibt, die mit der etwas anderen Partstruktur zusammenhängen.

Jeweils 16 Parts bilden bei der 350/450 eine sog. Routinggruppe. Jede Routinggruppe spricht einen MIDI-Ausgang (bzw. Eingang des angeschlossenen Sounderzeugers) an. Dieses System ist notwendig, damit es nicht zu Kanalkonflikten kommt. Es gibt ja nur 16 Kanalnummern bei MIDI, allerdings verfügt ja jedes Manual schon über 16 Parts bei diesen Orgeln. Also müssen die Kanalnummern mehrfach genutzt werden, aber dabei natürlich unterschiedliche Schnittstellen ansprechen, damit es keine Konflikte gibt. Dafür wurden die Routinggruppen eingerichtet.
Die ersten drei Parts pro Manual gehören zu Routinggruppe SG1 - eben weil sie die erste Soundgruppe (Ausgang LSS1a) ansprechen. Die Parts 4-6 steuern den Eingang LSS2a, also die zweite Soundgruppe an, sie gehören zur Routinggruppe SG2.
Wenn Du einen Expander mit nur einem MIDI-In integrieren willst, musst Du dich für eine Routinggruppe entscheiden, für die Du die Soundpresets auf den MIDI in dieses Expanders routest. Hat der Expander 2 x MIDI in (z.B. Roland Fantom oder Ketron SD2), könntest Du - sofern der Expander nicht auch für die Begleitung genutzt werden soll (eigene Routinggruppe Begl.1) - auch die beiden Routinggruppen SG1 und SG2 auf die beiden MIDI In des Expanders routen. Damit wären die Expandersounds dann auf allen Manualparts spielbar.

Gruß,

Claus
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Thomas
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Beitrag von Thomas » 04.11.2009, 06:49

Claus Riepe hat geschrieben: Hat der Expander 2 x MIDI in (z.B. R*** Fantom oder Ketron SD2), könntest Du - sofern der Expander nicht auch für die Begleitung genutzt werden soll (eigene Routinggruppe Begl.1) - auch die beiden Routinggruppen SG1 und SG2 auf die beiden MIDI In des Expanders routen. Damit wären die Expandersounds dann auf allen Manualparts spielbar.

Gruß,

Claus
Hallo Claus,
Du meintest sicherlich SD4. ;-)

LG
Thomas
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Beitrag von Keyboardorgler » 04.11.2009, 10:20

Thomas hat geschrieben:Hallo,
ich habe mir mal die Bedienungsanleitung vom SonicCell angesehen.
Auf den Seiten 231 und 232 finde ich die PatchList "GM (GM2 Group)". Es sind 256 Sounds. Ich dachte, eine GM-Bank besteht immer aus 128 Sounds. :?:
GM2 ist ja eine erweiterte GM-Bank, so wie XG und GS ,mit zusätzlichen Sounds, die mit zusätzlichen Controllern angewählt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ronny
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Claus Riepe
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Beitrag von Claus Riepe » 04.11.2009, 11:00

Thomas hat geschrieben: Hallo Claus,
Du meintest sicherlich SD4. ;-)

LG
Thomas
Hi!

wenn ich Dich nicht hätte ;-) Stimmt natürlich!

Gruß,

Claus
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Beitrag von Thomas » 04.11.2009, 11:45

Claus Riepe hat geschrieben:
Thomas hat geschrieben: Hallo Claus,
Du meintest sicherlich SD4. ;-)

LG
Thomas
Hi!

wenn ich Dich nicht hätte ;-) Stimmt natürlich!

Gruß,

Claus
Tja, Claus, dafür gibt es noch keine Software. ;-) :twisted:
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Beitrag von Claus Riepe » 04.11.2009, 12:03

ich weiß ja nicht, wie soft Du bist ;-)

Gruß,

Claus
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Beitrag von Vodjara » 05.11.2009, 21:52

Claus Riepe hat geschrieben:Hallo Heinz!

Diese MIDI-Geschichten gelten ja grundsätzlich für alle Orgeln, wenn es auch bei den größeren ein paar Besonderheiten gibt, die mit der etwas anderen Partstruktur zusammenhängen.

Jeweils 16 Parts bilden bei der 350/450 eine sog. Routinggruppe. Jede Routinggruppe spricht einen MIDI-Ausgang (bzw. Eingang des angeschlossenen Sounderzeugers) an. Dieses System ist notwendig, damit es nicht zu Kanalkonflikten kommt. Es gibt ja nur 16 Kanalnummern bei MIDI, allerdings verfügt ja jedes Manual schon über 16 Parts bei diesen Orgeln. Also müssen die Kanalnummern mehrfach genutzt werden, aber dabei natürlich unterschiedliche Schnittstellen ansprechen, damit es keine Konflikte gibt. Dafür wurden die Routinggruppen eingerichtet.
Die ersten drei Parts pro Manual gehören zu Routinggruppe SG1 - eben weil sie die erste Soundgruppe (Ausgang LSS1a) ansprechen. Die Parts 4-6 steuern den Eingang LSS2a, also die zweite Soundgruppe an, sie gehören zur Routinggruppe SG2.
Wenn Du einen Expander mit nur einem MIDI-In integrieren willst, musst Du dich für eine Routinggruppe entscheiden, für die Du die Soundpresets auf den MIDI in dieses Expanders routest. Hat der Expander 2 x MIDI in (z.B. R*** Fantom oder Ketron SD2), könntest Du - sofern der Expander nicht auch für die Begleitung genutzt werden soll (eigene Routinggruppe Begl.1) - auch die beiden Routinggruppen SG1 und SG2 auf die beiden MIDI In des Expanders routen. Damit wären die Expandersounds dann auf allen Manualparts spielbar.

Gruß,

Claus
Danke Claus an dieser Stelle schon mal für deine Ausführung. Wenn ich demnächst mal Zeit habe, werde ich mir mal die Routing-Möglichkeiten näher ansehen. Wohl das komplexeste Thema einer Diamant-Architektur.....
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Re: Expanderintegrierung in Diamant 450 CT

Beitrag von Vodjara » 09.02.2011, 16:40

Danke Claus an dieser Stelle schon mal für deine Ausführung. Wenn ich demnächst mal Zeit habe, werde ich mir mal die Routing-Möglichkeiten näher ansehen. Wohl das komplexeste Thema einer Diamant-Architektur.....
.....und tatsächlich habe ich aufgrund einer Schulterverletzung Zeit mich mit dem o.g. Thema zu beschäftigen. Dabei bin ich ebenfalls auf o.g. Probleme gestoßen. Allerdings bin ich insofern einen Schritt weiter, als dass ich herausgefunden habe, dass der sog. "gm"-Mode /am Drehregler) des XV2020) angewählt werden muss, damit der XV2020 auf allen Kanälen gleichzeitig Daten empfängt. Wie aber schon jemand festgestellt hat, liegen zwischen den Sounds im "gm"Mode und denen im "Patch" Mode Welten !

Im Patch-Mode klingen die Sounds im Vergleich zu meinen OPERA 24/40 überragend ! :)

Aber auch ich suche noch eine Möglichkeit, die Sounds aud dem Patch-Mode in allen Parts zu verwenden. Vielleicht hat auch inzwischen jemand eine Lösung gefunden......?

P.S. Danke Thomas, für den Hinweis auf diesen Thread....! :-)
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Re: Expanderintegrierung in Diamant 450 CT

Beitrag von Claus Riepe » 09.02.2011, 17:13

Hallo Heinz!

die Patches bei den Roland-Expandern sind ja quasi sowas wie die Globalpresets bei den Böhms. D.h. die Patches sind Kombinationen aus mehreren Parts, wobei zwar jeder einzelne Part über einen beliebigen MIDI-Kanal angesteuert werden kann, allerdings nicht mehrere Patches auf unterschiedlichen Kanälen gleichzeitig. Denn es kann immer nur ein Patch angewählt sein, genauso wie die Orgel ja auch nur ein Globalpreset zur gleichen Zeit spielen kann. Man muss sich also festlegen: entweder Patches am Roland anwählen, das geht dann aber nur von einem Part der Orgel aus, oder frei über alle Parts/Kanäle die Einzelsounds des Roland registrieren und dabei eben auf die Patches verzichten. Ich mache letzteres beim Sonic Cell genauso. Siehe auch den Hinweis von Thomas, der es auch so macht.

Allerdings habe ich den SC so eingestellt, dass z.B. die Effekt-DSPs den jeweils ersten Parts Ober- , Mittel- und Untermanual zugeordnet sind. So weiß ich, dass ich Roland Sounds, die ich mit ihren spezifischen Effekten spielen will, eben dort regisitrieren muss.

Theoretisch könnte man sich natürlich Patches erstellen, die eine Zuordnung einzelner Sounds zu den Manualen der Orgel gleich beinhalten. Aber die musst du dann eben entsprechend am Expander selbst programmieren und von der Orgel dann abrufen. Ein freies Registrieren der Einzelsounds des Roland via Soundpresets ist dabei aber nicht möglich.

Gruß,
Claus
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